Dormagener Handbuch

Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 können alle Grundschulen und weiterführenden Schulen in Dormagen den sogenannten Übergangsordner nutzen. Der Handlungsleitfaden stellt in kompakter Form erprobte Inhalte und Methoden vor, die Lehrkräfte für die Übergangsgestaltung einsetzen können.

Für die vier Handlungsfelder "Kinder stärken", "Mit Eltern den Übergang gestalten", "Fachkräfte der Grundschulen und weiterführenden Schulen gestalten den Übergang gemeinsam" sowie "Mit Kooperationspartnern den Übergang unterstützen" gibt es ca. 70 praktische Tipps für einen erfolgreichen Schulwechsel. Die weiterführenden Schulen entwickeln damit ihr eigenes Übergangsmanagement bedarfsorientiert weiter, um zu vermeiden, dass die Kinder mit Unsicherheiten, Ängsten oder Problemen an die neue Schule kommen. Weiteres Ziel ist es, sowohl die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern zu stärken als auch die Lehrkräfte und Kooperationspartner zu sensibilisieren und zu unterstützen.

Der Einsatz des Übergangsordners oder bestimmter Praxisansätze ist nicht verpflichtend. Empfohlen wird jedoch, ausgewählte Methoden als Qualitätsstandard in den Schulen einzuführen. Das können etwa Übergangsgespräche mit den Kindern, Eltern und Lehrern sein. Diese können den Lehrkräften helfen, neue Klassen sinnvoll zusammenzustellen oder besonderen Unterstützungsbedarf bei den Kindern zu erkennen.

Meistens gibt es neben der Angst vor Überforderung bei den Schülerinnen und Schülern auch Unsicherheiten wegen äußerer Veränderungen. All das kann den Start in der neuen Schule erschweren. Durch die kompakte Methodenübersicht können Lehrkräfte im Übergangsordner schnell Lösungen finden, die an anderen Schulen bereits erprobt wurden. Die Entwicklung des Übergangsordners hat deshalb auch schon zu einem intensiveren Austausch zwischen den Schulen geführt.

Dreizehn Grundschulen, fünf weiterführende Schulen und eine Förderschule nutzen bereits den Übergangsordner. Entstanden ist er in einem zweieinhalbjährigen Qualitätsentwicklungsprozess im Rahmen des Dormagener Netzwerks für Familien (NeFF). Beteiligt waren Grundschulen, weiterführende Schulen sowie die Kinder- und Jugendhilfe, Eltern und auch Kooperationspartner, wie zum Beispiel Fachkräfte der Jugendzentren.

Alle Artikel mit Praxisbeispielen aus den 18 Modellkommunen finden Sie im Bericht der Landeskoordinierungsstelle.