KITA-Eingangsuntersuchung

Mit der Kita-Eingangsuntersuchung kann sehr frühzeitig der Entwicklungsstand von Kindern sichtbar gemacht und durch gezielte Förderung verbessert werden.

Alle Kinder, die neu in die Kita kommen, werden ärztlich untersucht und nehmen an einem Entwicklungsscreening teil. Durchgeführt wird das Screening von einer Kinderärztin des Gesundheitsamtes. Bei dem Check sind die Eltern, die Präventionsmanagerin des Stadtteils und möglichst auch die zuständige Kita-Fachkraft dabei. Eine Kinderkrankenschwester des Gesundheitsamtes testet Seh- und Hörvermögen und berät die Eltern zum Impfstatus. Neben der Ermittlung von Größe und Gewicht werden Sprache, Grobmotorik, visuelle Wahrnehmung und Auge- Hand-Koordination getestet. Die zu lösenden Aufgaben sind altersgerecht und orientieren sich an standardisierten Entwicklungstests. Neben dem körperlichen Befund wird auch die Konzentration, Aufmerksamkeitsfähigkeit und emotionale Stabilität untersucht. In einem Gespräch geben die Eltern darüber hinaus Auskunft zur Sprachfähigkeit in der Muttersprache, zum Befinden des Kindes und den Befunden der letzten ärztlichen Untersuchungen.

Von der Kita-Eingangsuntersuchung profitieren alle Beteiligten. Die Kinder werden individuell gefördert. Je nach Bedarf können die Erzieherinnen und Erzieher dann Unterstützung anbieten und die Präventionsmanagerin kann für die Familien weitere passende Angebote im Sozialraum suchen. Eltern und Fachkräfte tauschen sich nicht nur über den Gesundheits- und Entwicklungsstand des Kindes aus, sondern können auf diese Weise auch weitergehende, vielleicht "heikle" Themen ansprechen. So bietet die Eingangsuntersuchung viele Ansatzpunkte, um gelingendes Aufwachsen zu befördern.

Die Stadt Düsseldorf führte die Kita-Eingangsuntersuchung erstmals 2012 als Modellprojekt im Stadtteil Hassels durch. Da sich das Konzept bewährt hat, wird es nun schrittweise auf weitere Sozialräume mit erhöhtem Präventionsbedarf ausgeweitet.

Alle Artikel mit Praxisbeispielen aus den 18 Modellkommunen finden Sie im Bericht der Landeskoordinierungsstelle.