KECK-Atlas als Plattform zur Etablierung einer integrierten Fachplanung

Der KECK-Atlas ist ein Instrument der Bertelsmann Stiftung, das Auskunft über die soziale Lage, die Bildung und Gesundheit von Kindern in bestimmten Gegenden einer Stadt geben kann. Kommunen können dieses statistische Werkzeug einsetzen, um herauszufinden, wie stark etwa Kindertageseinrichtungen genutzt werden, wie es um die Grünflächen- oder Spielplatzausstattung bestellt ist oder wo Kinder welchen Alters in welchen Lebenssituationen aufwachsen. Informationen aus dem KECK-Atlas können zeigen, wie groß die Teilhabechancen für Kinder in bestimmten Stadtteilen oder Vierteln sind und wo Handlungsbedarf besteht.

Die Modellkommunen Duisburg und Gladbeck haben sich entschieden, den KECK-Atlas ämterübergreifend zu nutzen. So erhalten sie eine gemeinsame Informations- und Planungsbasis. Duisburg hat parallel dazu die "Steuerungsgruppe integrierte Fachplanung" eingerichtet, an der alle kommunalen Planungsämter sowie die Kämmerei beteiligt sind. Dies ist als erster Schritt in Richtung einer bereichsübergreifenden Fachplanung zu sehen, da so zum einen eine gemeinsame Verständigungsgrundlage entsteht und zum anderen die datenbasierte Kommunikation zwischen den verschiedenen Planerinnen und Planer verstärkt wird. Während das Duisburger Gesundheitsamt den KECK-Atlas bereits nutzt, soll er nach und nach für alle Ämter eingeführt werden. Um diese Vorhaben weiter voranzutreiben, wurde bereits die "Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung" (FSA) eingebunden.

Alle Artikel mit Praxisbeispielen aus den 18 Modellkommunen finden Sie im Bericht der Landeskoordinierungsstelle.