Jugendrat

Diskussionsrunden mit Bürgermeisterkandidaten, Teilnahme an Ratsausschüssen oder aktive Mitgestaltung vor Ort: Der Gladbecker Jugendrat zeigt, dass Politik sich nicht immer fernab von Kindern und Jugendlichen bewegt.

Mit großem Engagement bringt sich die junge Generation in Gladbeck in die Lokalpolitik ein. Die Jugendlichen schauen nicht bloß zu,sondern gestalten aktiv mit. Der Jugendrat hat in Gladbeck zentrale Funktionen: Er ist eine Mischung aus zivilgesellschaftlichem Engagement und politischer Gremienarbeit.

Dazu zählt die Teilnahme an den Fachausschüssen des Stadtrats: Jeweils zwei Jugendratsmitglieder nehmen regelmäßig beratend am Sport-, Jugendhilfe-, Innenstadt-, Kultur- und Schulausschuss teil. Dabei können sie auch selbst Vorschläge für die Tagesordnung einbringen. Viermal im Jahr tagt das Plenum des Jugendrats. Im alten Ratssaal und unter Vorsitz des Bürgermeisters bringen die Kinder und Jugendlichen bei diesen Sitzungen Themen ein, die sie bewegen und die sie zuvor in Arbeitsgruppen entwickelt haben. Neben Podiumsdiskussionen mit den Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahlen nehmen sie an Workshops und Seminaren zu Themen wie "Flucht", "Moderation" oder "Klimaschutz" teil - Fragestellungen, die sie selbst ausgesucht haben.

Hinter dem Jugendrat stecken auch handfeste Aktionen: Kinderdiskos und Bandcontests von jungen lokalen Bands gehören zu den Veranstaltungen, die der Jugendrat regelmäßig organisiert. Sie bringen sich in die Innenstadtgestaltung ein und arbeiten zusammen mit dem Seniorenbeirat, um gemeinsame Radtouren zu unternehmen, zu kochen oder Feste zu feiern. Das überparteiliche Gremium besteht seit 2005 und wurde auf Initiative des Bürgermeisters gegründet. Aktiv beteiligen sich je nach Zeit und Möglichkeit etwa 40 bis 60 Jugendliche an den Aktionen des Jugendrats. Der Jugendrat wählt jährlich nach den Sommerferien seine neuen Mitglieder. Die Wahlen finden in allen weiterführenden Schulen der Stadt, in Sportvereinen und Freizeiteinrichtungen statt. Die Schulen entsenden je zwei Vertreterinnen und Vertreter aus der Unter-, Mittel- und Oberstufe, die Sportvereine und Freizeiteinrichtungen delegieren auch jeweils zwei Jugendliche. Die Schulen und Vereine sind selbstständig für die Wahlen verantwortlich. Mitglieder des Jugendrats und die Kinder- und Jugendbeauftragte unterstützen die Wahlen. Wahlberechtigt sind alle Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 21 Jahren, die ihren Wohnsitz in Gladbeck haben oder eine weiterführende Gladbecker Schule besuchen.

Alle Artikel mit Praxisbeispielen aus den 18 Modellkommunen finden Sie im Initiates file downloadOpens external link in new windowBericht der Landeskoordinierungsstelle.