Übergangsprotokoll 1 zum Übergang in die Grundschule

Das sogenannte Ü1-Protokoll. hilft nicht nur den Eltern und Kindern dabei, den Übergang in die Grundschule erfolgreich zu gestalten. Es unterstützt auch die Fachkräfte, die sich ein gutes Bild über den Entwicklungsstand der Jungen und Mädchen machen können. Das Dokument gibt Informationen über den jeweiligen Entwicklungsstand eines Kindes in zehn verschiedenen Bildungsbereichen.

Begonnene Fördermaßnahmen und besondere Interessen und Vorlieben des Kindes finden sich ebenfalls in dem dreiseitigen Dokument. Da das Protokoll regelmäßig von den Kita-Fachkräften ausgefüllt wird, kann die individuelle Entwicklung des Kindes gut nachvollzogen werden. Dies kann etwa bei Elterngesprächen Impulse geben. Hat das Kind den Übergang von der Kita in die Grundschule gemeistert, sucht die Kita-Fachkraft nach Beginn des neuen Schuljahres ihrerseits die entsprechenden Grundschulen auf und erkundigt sich nach der individuellen Entwicklung der Schulkinder. Davon profitieren nicht nur die Kinder - der Kontakt stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften in Kitas und Grundschulen.

Das Ü1-Protokoll wird seit 2011 an immer mehr der insgesamt 172 Kitas im Kreis Unna eingesetzt und sorgt als einheitlicher, kreisweiter Standard für mehr Chancengleichheit. Initiator des Übergangsprotokolls ist das Regionale Bildungsnetzwerk. Seit Anfang des Jahres 2016 werden in allen kreisangehörigen Kommunen Tandems aus Schulleitungen und Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendhilfe gebildet. Sie sollen die Nachhaltigkeit in der Arbeit mit dem Ü1-Protokoll sicherstellen.

Alle Artikel mit Praxisbeispielen aus den 18 Modellkommunen finden Sie im Bericht der Landeskoordinierungsstelle.