Übergang Kita-Grundschule für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf

Die Bildungskonferenz im Kreis Warendorf hat ein Rahmen- und Handlungskonzept "Schule-Jugendhilfe" beschlossen, mit dem Ziel, den Übergang von der Kita in die Grundschule besser zu gestalten. Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen Hilfen aus einer Hand erhalten. 

Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familie arbeitet mit dem Schulamt zusammen, um bereits vor der Einschulung geeignete Angebote und Maßnahmen für das Kind vorzubereiten, die dann in der Schuleingangsphase genutzt werden können. Dadurch erhalten die Kinder frühzeitige Unterstützung. Förderansätze aus der Kita können ohne Bruch in der Grundschule fortgeführt werden. Die Expertise aus Jugendamt, Schulamt und Gesundheitsamt wird kindbezogen gebündelt. Insgesamt gibt es etwa 60 Förderplätze für Kinder in der Schuleingangsphase. Als Experten für ihr Kind sind die Eltern in den Prozess eingebunden und werden bei Bedarf durch spezielle Elterntrainings und -bildungsangebote, wie z.B. "Starke Eltern - starke Kinder" oder das "Rendsburger Elterntraining", in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Die Fachkräfte werden durch Workshops und Fachtage zum Thema "gemeinsame Förderplanung" qualifiziert. Neben der Förderung im schulischen Vormittag gehört auch die Bereitstellung und Durchführung geeigneter individueller und kleingruppenbezogener Angebote durch den OGS-Träger unter dem Maßnahmentitel "Förderplätze Plus" zum Warendorfer Ansatz. Damit erfolgt eine gezielte Förderung sowohl im schulischen Vormittag als auch im Rahmen der Ganztagsbetreuung. Besonders wichtig ist diese Unterstützung für Flüchtlingskinder. Sozialemotionale und sprachliche Förderung ist vor dem Hintergrund der Kriegs- und Fluchterlebnisse und der Integration ein zentraler Aspekt für einen gelingenden Schulbesuch.

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