"achtung" - Kinder von Anfang an begleiten

Das von der Stadt Oberhausen angebotene Programm "achtung" dient der Entwicklungsförderung von Kindern im Alter von null bis drei Jahren und dem Bindungsaufbau zwischen Eltern und ihren Kindern. Das Programm stärkt Mütter und Väter in ihrer Elternrolle und macht sie sensibel für die Entwicklungsschritte ihrer Kinder.

Die Säuglinge und kleinen Kinder werden in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung gefördert. Das Programm erreicht unterschiedliche Elterngruppen. Unter anderem auch solche, die die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht sehen und verstehen, weil sie selbst keine positiven Bindungserfahrungen gemacht haben und ihnen die Vorbilder fehlen. Das Angebot ist niederschwellig, weil vertraute Bezugspersonen wie Hebammen sowie Familienbegleiter und Familienbegleiterinnen den Eltern "achtung" vorstellen und eine Teilnahme vorschlagen.

Material und Programm von "achtung" vermitteln kein starres Regelwerk. Mithilfe von Aktivitätenkarten erhalten die Eltern vielmehr Anregungen, die über Bilder und konkrete Beispiele zeigen, wie sie ihr Kind im Alltag fördern können. Die ansprechend gestalteten Materialien bieten eine Übersicht über wichtige Entwicklungsschritte, die Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren durchlaufen. Anhand der sieben Kategorien "Vor der Geburt", "Sich näher kommen", "Miteinander spielen", Selbstbewusstsein stärken", "Miteinander reden", "Gefühle entwickeln sich" und "Gemeinsam erleben" werden Eltern auf die emotionalen, sozialen und kommunikativen Fähigkeiten und Bedürfnisse ihrer Kinder aufmerksam gemacht. Die Nutzung der Karten wird unter pädagogischer Begleitung in Gruppen- oder Einzelgesprächen mit den Familien erprobt. Eltern machen praktische Erfahrungen, die sie dazu befähigen, eine positive Haltung gegenüber ihrem Kind zu entwickeln. Sie merken, was sie als Eltern gut können. "achtung" wurde auf Initiative der Stadt Oberhausen entwickelt, ist jedoch ein Kooperationsangebot, an dem inzwischen viele Institutionen und Träger der Stadt mitwirken.

Alle Artikel mit Praxisbeispielen aus den 18 Modellkommunen finden Sie im Bericht der Landeskoordinierungsstelle.